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Aufmerksamkeitsdefizit-
Hyperaktivitätssyndrom (ADHS)

 
   

Allgemeines


Das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) ist der neue Fachbegriff für unruhige, konzentrationsschwache, emotional labile und überaktive Kinder. Unter ADHS werden Symptome gesammelt, zu deren Herkunft und auslösende Ursachen nichts gesagt wird, weil nichts bekannt ist. Es wird daher als eigenständige Krankheit bestritten. Doch die Zahl der betroffenen Kinder wächst rapide an. 1999 rechnet man in Deutschland mit 5 % aller Kinder, Tendenz steigend. Doch es sind nicht nur Kinder, die an ADHS leiden. Auch Jugendliche und Erwachsene können die typischen ADHS Symptome zeigen.

Viele Kinder mit ADHS zeigen sich nicht fähig, in Ruhe in der Schule zu sitzen, dem Unterricht zu folgen, Arbeiten konzentriert zu Ende zu führen und Tätigkeiten geordnet und nacheinander vorzunehmen. Sie wirken wie aufgedreht, impulsiv bis aggressiv, rastlos, hektisch, fahrig, gequält, unzufrieden und ziellos.

Häufig findet man in der Vorgeschichte Unruhezustände, Schlafstörungen, Unfälle, neurologische Entwicklungsstörungen und Allergien. In der Zukunft sind Disziplinierungsprobleme, Drogenkontakte und kriminelle Karrieren zu erwarten. Ein ADHS Kind ist eindeutig nicht in seiner Mitte. Es mangelt diesem Kind nicht unbedingt an Intelligenz und Fähigkeiten, aber es kann sich seiner gegebenen Werkzeuge nicht angemessen bedienen und ist mit seinem Verhalten gesellschaftlich nicht integrierbar.

Schon im Kindergarten werden diese Kinder zu Ergotherapeuten geschickt und unter den modernen Diagnosen ”soziale Integrationsstörung” oder ”sensomotorische Störungen mit Wahrnehmungsdefiziten” therapiert. Sie sind in Gemeinschaften kaum zu ertragen, da sie die chronischen Störer sind, die Gruppe wild machen, andere Kinder mit sich reißen und für viel Lärm, Streit und Chaos sorgen.

In letzter Zeit werden jedoch unter die ADHS-Diagnose einfach nur schwierige Kinder gestellt, die den Pädagogen Probleme bereiten. Dazu zählen auch überintelligente Kinder, die sich chronisch unterfordert fühlen und eine spezielle Förderung benötigen.

Mögliche Ursachen für ADHS


1. Die Gesellschaft der Erwachsenen hat die Normen aufgestellt, die nun für alle gelten und man erwartet, dass sich alle danach richten. Von Anfang an bringt man einem Kind bei, leise zu sein, damit sich niemand gestört fühlt, keine Schimpfworte zu benutzen, nicht zu lügen und zu stehlen. Enorme Zwänge werden den jungen Menschen auferlegt.

2. Das Schulsystem bietet keinen Spielraum, individuell auf die Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Schülers einzugehen. Viel Stoff wird gelehrt, eine Menge von Informationen, die das Gemüt überschwemmen, werden eingetrichtert. Ein Kind findet das vielleicht uninteressant, hat andere Ideen und Pläne, worauf jedoch nicht speziell eingegangen werden kann. Es fühlt sich mißverstanden, stört den Unterricht und wird als hyperaktiv und schwierig eingestuft.

3. Auswirkungen des modernen Lebensstils mit Fehlernährung, chemische Belastungen, Familienauslösungen, Medieneinwirkungen, Bildschirmarbeit, Straßenverkehr, Eile, Hektik und Schlafmangel.

4. Impfinjektionsprogramme: die frühen Impftermine treffen das unreife Kind und können zu Schädigungen führen. Leider verwachsen sich die Störungen nicht wie es immer wieder heißt. Symptome der Konzentrationsstörungen und der Überaktivität können bis in das Erwachsenenalter verfolgt werden. Es kann bei diesem Syndrom von einem Gehirnschaden ausgegangen werden. Ein dem ADHS ähnliches Symptomenbild wurde den Frontalhirnverletzungen und bei Gehirnentzündungen bei Kindern beschrieben. Erwachsene entwickeln stattdessen die Schüttellähmung.

Indigo-Kinder


Es gibt jedoch eine völlig andere Erklärungsweise für das häufige Auftreten von sogenannten ADHSKindern in den letzten Jahren. In Amerika erschien 1982 ein Buch, in dem verschiedene menschliche Verhaltensweisen bestimmten Farbgruppen zugeordnet wurden. Hier wird unter der Lebensfarbe ”Indigo” zum ersten Mal die besonderen Verhaltensmuster dieser neuen Kindergeneration beschrieben. Ein IndigoKind zeigt neue und ungewöhnliche psychologische Merkmale und weist ein Verhaltensmuster auf, das bisher unbekannt war.
Die gängigsten Charakterzüge von IndigoKindern:
• Sie kommen mit dem Gefühl, königliche Hoheiten zu sein, auf die Welt
• Sie haben das Gefühl, dass sie es verdienen, auf der Welt zu sein und sind überrascht, wenn andere diese Ansicht nicht teilen
• Sie haben ein gutes Selbstwertgefühl
• Sie haben ein Problem mit absoluter Autorität (Autorität ohne Erklärung oder Wahlmöglichkeit)
• Sie tun bestimmte Dinge partout nicht, so zum Beispiel fällt es ihnen schwer, Schlange zu stehen
• Sie werden frustriert, wenn Systeme ritualorientiert sind und kein kreatives Denken erfordern
• Sie sehen oft bessere Möglichkeiten, wie man etwas angehen könnte, ob zu Hause oder in der Schule, und so werden sie oft als Kinder gesehen, die gegen bestehende Systeme rebellieren
• Sie wirken unsozial, es sei denn, sie bewegen sich unter ihresgleichen. Sind keine anderen in ihrem Umfeld, deren Bewusstsein ähnlich strukturiert ist, so verkriechen sie sich oft in sich selbst und haben das Gefühl, von niemandem verstanden zu werden. Schule ist für sie sozial gesehen oft außerordentlich schwierig
• Sie sprechen nicht auf Disziplin aus Schuldgefühlen an (na warte bis Dein Vater nach Hause kommt und herausbekommt, was Du angestellt hast)
• Sie sind nicht zurückhaltend, wenn es darum geht, deutlich zu machen, was sie brauchen

Wir wissen, dass das Leben in ständiger Evolution neue Arten und Formen entwickelt und so ist auch der Mensch heute in unserer sich schnell verändernden Zeit gewaltigen Veränderungen unterworfen. Schauen wir uns nur die rasanten Entwicklungen im Hightec/Kommunikationswesen an. Handys, Computerspiele, Fernseher in fast jedem Zimmer, Videorecorder, Internet etc sind heutzutage ganz selbstverständlich und üblich. Unsere Eltern und Großeltern sind in einer völlig anderen Zeit und völlig anderen Einflüssen großgeworden.
So ist es nicht verwunderlich, dass heutzutage eine neue Kindergeneration auf der Bildfläche unserer Zeit erscheint, die für ihre Zeit geboren und mit den richtigen Anlagen und Chancen ausgestattet sind. Es scheint so, als ob im Vergleich zu früheren Generationen, das Wahrnehmungsvermögen und die Verarbeitung von Umweltreizen deutlich erhöht sind. So ist auch zu verstehen, dass diese neue Kindergeneration in unseren alten Schulstrukturen auffallen und als leicht ablenkbar negative auffallen.

Die Verhaltensweisen vieler der mit dem Stempel ADHS versehenen Kinder sind IndigoKinder, Kinder eines neuen Zeitalters, welches schon begonnen hat. Wollen wir nicht zum alten Eisen der Geschichte gehören, können wir von diesen Kindern viel lernen. Und wir können zur Evolution der Menschen beitragen, wenn wir erkennen, wie wir unsere Erziehungsund Bildungssysteme, letztlich auch unsere gesamten Lebensstrukturen verändern müssen, um der neuen Zeit und auch den neuen Kindern gerecht zu werden. Diese Kinder fordern uns zur Wandlung heraus. Je mehr wir uns gegen diese Wandlung wehren um so mehr werden wir diese Kinder als ADHSkrank bezeichnen und sie medikamentös ins alte System zwängen. Sind wir bereit zur Wandlung, so sehen wir sie als Indigogesund an und tragen dazu bei, dass sie sich entwickeln können.

ADHS-Symptome in den verschiedenen altersgruppen


ADHS bei Säuglingen


Experten behaupten, dass man 60 bis 70 Prozent der Kinder schon im alter von 2 bis 3 Jahren identifizieren kann.
Ruhelosigkeit : Säuglinge winden sich, treten um sich und bewegen sich ständig, Sie verlangen getragen zu werden, hingelegt und wieder hochgenommen zu werden. Sie rollen hin und her im Kinderbett, suchen nach Fluchtmöglichkeiten und krabbeln energisch, sobald sie können.
Wenig Augenkontakt : Die Augen flitzen hin und her und können sich nicht lang auf einen Gegenstand fixieren. Säuglinge geben eventuell wenig Acht auf Gesichtsausdrücke und scheinen, in ihrer eigenen Welt zu leben.
Schlaflosigkeit : ADHSSäuglinge schlafen nicht leicht ein und wachen eventuell ungewöhnlich häufig auf, was ihre müden, geplagten Eltern nicht gerade freut. Die Säuglinge scheinen überladen zu sein; sie haben einen Überfluss an Energie, die sich nicht abbauen lässt.
Häufiges Quengeln : Sie sind nicht leicht zu befriedigen und sind ausgesprochen quengelig. Sie verlangen ständige Aufmerksamkeit und Unterhaltung, während andere Kinder leichter zu beruhigen sind. Ob sie zanken oder zahnensie sind heftig dabei. Sie lehnen ab, was ihnen angeboten wird; man kann es ihnen selten recht machen.

ADHS bei Kleinkindern

Diese Kinder sind berüchtigt für ihre Sprünge auf Schränke, Tische und andere Möbelstücke. Sie verstecken sich auch gern in Sträuchern oder Kleiderschränken bis ihre Eltern schier verzweifeln.
Bedürfnis nach ständiger Anregung : Man muss diesen Kindern immer mindestens einen Schritt voraus sein, um sie zu beschäftigen. Sei es ein nagelneues DisneyVideo, ein Ausflug in den Erlebnispark oder ihr Lieblingsessensie warten immer auf das nächste Abenteuer oder Befriedigung.
Waghalsig, impulsiv und ungeschickt : Jungen mit ADHS zeigen diese Eigenschaften öfter als Mädchen. Ein 3jähriger Junge krabbelte aufs Hausdach durch ein offenes Schlafzimmerfenster. Zum Glück konnte seine verzweifelte Mutter ihn erreichen, bevor er herunterfiel. Ein anderer Patient musste 2x am gleichen Tag ins Krankenhaus, um Platzwunden am Kopf nähen zu lassen.
Wutanfälle : Alle Kinder bekommen hin und wieder Wutanfälle, viele ADHSKleinkinder toben mehrmals am Tag. Sie treten, beißen, schlagen, schreien und schlagen den Kopf auf den Boden oder die Wand. Eltern empfinden diese Vorfälle als ermüdend, peinlich und entmutigend.
Sie benötigen tagsüber kaum Schlaf und wollen abends nicht ins Bett : Eltern haben Aussicht auf Erholung, wenn ihr Kind nachmittags schläft und abends ins Bett geht. Leider zeigen diese Kinder wenig Interesse am Schlaf. Es gibt so viel Interessantes zu sehen, tun und erleben. Es geht schließlich darum, wer zuerst erschöpft istmeistens ein ungleicher Kampf.
Tiere verletzen : Tiere können auch Opfer der überschüssigen Energie dieser Kinder werden. Dies ist normalerweise keine absichtliche Grausamkeit, sondern die Folge von Impulsivität, Missachtung und Mangel an Urteilsvermögen. Je kleiner das Tier, desto größer die Chance, dass das Kind es verletzen wird, manchmal mit tödlichem Ausgang

ADHS bei Kindern im alter von 3 bis 5 Jahren

Trotz und Wutanfälle : Alle Kinder sagen mal ”nein” und spielen sich in der Öffentlichkeit auf. Bei Kindern mit ADHS jedoch kann dieses Verhalten jedoch extrem und unerbittlich sein. Eltern überlegen sich jede Fahrt zum Supermarkt, weil sie wieder einen harten Kampf um Süßigkeiten oder Spielsachen befürchten müssen.
Schwierigkeiten, mit Gleichaltrigen auszukommen : Kinder mit ADHS können auf dem sozialen Gebiet hinterher hinken, weil sie die Körpersprache anderer Kinder kaum wahrnehmen. Während andere Kinder lernen, zusammen zu spielen und zu teilen, können Kinder mit ADHS Gleichaltrige ungewollt befremden mit ihrem lästigen, dominierenden und egoistische Verhalten, was diese Kinder und ihre Eltern gleichermaßen traurig macht.
Eigene Spielsachen oder die von anderen kaputt machen : Sie beschädigen auch Räume, wertvolle Gegenstände oder was ihnen sonst so in die Quere kommt. Einige Kinder beißen, treten, schlagen und kratzen, wenn sie ihren intensiven Gefühlen freien Lauf lassen.
Schwierigkeiten, aufzupassen und Anweisungen zu folgen : Kinder scheinen in einer anderen Welt zu leben. Alles scheint ihnen reizvoller als die vorliegende Aufgabe: den Hund streicheln, den Fernseher einschalten, ein Geschwisterkind necken, ein geliebtes Spielzeug in die Hand nehmen, einen Gummibärchen essen. Jeder Augenblick bietet endlose Möglichkeiten zur Ablenkung. Strümpfe anzuziehen kann einen ganzen Morgen dauern, geschweige denn etwas Kompliziertes wie das Frühstücken.
Beschwerden von Erzieherinnen : Jetzt kommen allmählich Beschwerden von Erzieherinnen und Tagesmüttern, dass das Kind blödelt, nicht aufhört zu reden, Anweisungen nicht folgt, Ruhezeiten nicht einhält, der Erzieherin widerspricht und sich mit anderen Kinder prügelt. Erzieherinnen klagen eventuell auch, diese Kinder seien entweder ”eingeschaltet” (volle Kraft voraus) oder ”ausgeschaltet” (im Stillstand)
Gemein zu Tieren und anderen Kindern : Hamster, Hunde, Katzen und andere kleine Tiere flüchten panikartig vor manchen Kindern; ein solches Kind hat keine Ahnung, warum Bello ihm nicht näher kommen will. Wir haben von vielen armseligen Hamstern gehört, die Opfer eines kleinen Pflegers waren, der das Gravitationsgesetz nicht verstand. Brüder, Schwestern und kleine Spielkameraden sind nicht viel besser dran. Sie werden geschlagen, getreten oder zum Stolpern gebracht, oft einfach weil sie in der Nähe von diesen Rabauken sind.
Unfug : Kinder mit ADHS sind oft Anstifter, Clowns, Schlingel. Ihr Unfug ist ansteckend. Sie pieksen, verstecken sich, spielen Streiche, klettern auf den Lehrerpult, krabbeln unter die Tische, klauen Pausenbrote und sind einfach lästigalles um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, wenn auch von der negativen Sorte.

Behandlung Schulmedizin


Es gibt gewaltige Unterschiede im Verhalten, Charakteren und Eigenschaften von Kindern, die als ADHSkrank diagnostiziert werden. Das reicht von

gewalttätigen Kindern, die Türen einschlagen und Spielkameraden beißen bis zu höflichen, schüchternen Kindern, die sich einfach nicht konzentrieren können.

Obwohl alle Kinder extrem unterschiedliche Persönlichkeiten sind, bekommen sie in der Schulmedizin alle das gleiche Mittel : RITALIN

RITALIN gehört zu den Amphetaminen. Es ist bekannt, dass am Nerven durch RITALIN die Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin in ihrer Konzentration erhöht wird. Die Arbeit der Nervenzelle kann nur durch diese beiden Substanzen zur Weiterleitung und Funktion der Nervenimpulse gebracht werden. RITALIN wirkt rasch. Innerhalb von 30 min. verändert sich das Kind in erstaunlicher Weise. Es wird ruhiger und zu ungeahnter Konzentration fähig. Die Wirkung hält allerdings nur 34 Stunden an und muß dann erneuert werden.
Die Verordnungszahlen steigen dramatisch an. In USA soll bereits jedes 3. Bis 5. Kind unter RITALINBehandlung stehen. In Deutschland stiegen die Verordnungszahlen für Amphetamine für Kinder von 1995 bis 1999 um das Vierzigfache (von 0,7 Mio. Tabletten auf 31 Mio.)
Nebenwirkungen und Missbrauchsgefahren durch RITALIN steigen mit der Dosis und der Gewöhnung.

Nachteile auf einem Blick :

• Wirkung hält nur 4 bis 8 h an
• Nur einige Symptome werden behandelt
• Nur wirksam bei 70% der ADHSFälle
• Symptome werden kurzfristig und oberflächlich behandelt, nicht die Ursache
• Nebenwirkungen wir Appetitmangel, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Muskelzuckungen, Wachstumsstörungen, Kopf- und Bauchschmerzen
• Kindern wird angewöhnt, regelmäßig Medikamente zu nehmen
• Muß u.U. Stimulanzien das ganze Leben lang einnehmen


Amphetamine wie RITALIN sind heute beliebte Drogen in den Jugendszenen und bei Erwachsenen. Die Amphetamine steigern ähnlich dem Ecstasy die geistige Wachheit und reduzieren den Schlaf. Schwere Erschöpfungszustände und Zusammenbrüche sind häufige Folgen. Für beide Drogen wird als Spätfolge der Morbus Parkinson, die Schüttellähmung befürchtet.

Ausdrücklich sollen Kinder nicht vor der Einschulung mit diesen Arzneien behandelt werden, was leider schon längst gängige Praxis ist. Die nervenstimulierende Wirkung kann die Entwicklung des kindlichen Gehirns negativ beeinflussen.

alternative zur Behandlung von RITALIN : KLASSISCHE HOMÖOPATHIE


Was unterscheidet nun die klassische Homöopathie von der Schulmedizin ???

Samuel Hahnemann lebte von 1755 bis 1843 und war Arzt, Apotheker, Chemiker und Übersetzer. Er war mit Leib und Seele Arzt, war jedoch mit den damaligen Behandlungsmethoden und wissenschaftlichen Grundlagen der Medizin nicht glücklich Aderlaß, Abführ, Brechund Schwitzkuren standen auf der Tagesordnung und so recht wußte niemand, was das bewirken sollte. Es war ihm eine Qual im Dunkeln zu tappen und so gab er die Praxis der Medizin auf.

Er arbeitete als Übersetzer und verdiente kaum genug, um seine Familie zu ernähren. Er wollte jedoch eher hungern, als dass er zu Methoden zurückkehrte, deren Irrtümer und Unsicherheiten ihn belasteten. Die zündende Idee zur Grundlage der Homöopathie kam ihm, als er eine medizinische Abhandlung aus dem Englischen übersetzte. Hier ging es um die Behandlung von MalariaKranken mit dem Arzneimittel Chinarinde. In dem Bericht stand, dass vermutlich die Bitterstoffe der Chinarinde für die positive Wirkung verantwortlich gemacht werden können. Dies reichte Hahnemann aber als Erklärung nicht. Er tat etwas ganz Ungewöhnliches und nahm selbst die Medizin zu sich und machte dabei ein bahnbrechendes Erlebnis.

Obwohl er kerngesund war, zeigten sich nach kurzer Zeit die typischen Symptome, die er als Arzt von seinen Malariakranken kannte. Sobald er das Medikament absetzte, hörten die Symptome auf und setzten erneut bei Mittelgabe wieder ein. Aufgrund dieses persönlichen Experiments dämmerte es Hahnemann, wie die Substanzen in Wirklichkeit funktionierten. Ein Mittel, das beim gesunden Menschen bestimmte Zeichen und Symptome hervorruft, heilt genau diese Zeichen und Symptome beim Kranken.

Hahnemann war sehr berühmt zu der Zeit und so bekamen sehr viele seiner Kollegen von diesen Versuchen Kenntnis. Viele Ärzte begannen nun verschiedene Substanzen an sich auszutesten. Sie führten 6 Jahre lang gewissenhaft Buch über die Ergebnisse und schrieben die erste Materia Medica.

In den Zeichen und Symptomen, die eingenommene Substanzen bei den gesunden Ärzten hervorgerufen hatten, erkannten Hahnemann und seine Mitarbeiter die typischen Symptome vieler Krankheiten, für die sie vorher vergeblich ein wirksames Heilmittel gesucht hatten. Und was noch wichtiger war, sie stellten fest, dass diese Mittel bei den erkrankten Menschen tatsächlich heilten.

Auch die Schulmedizin machte damals Prüfungen mit Arzneimittel, doch wurden diese an Tieren und nicht an Menschen vorgenommen. Noch heute werden hauptsächlich Tierversuche für die Erprobung neuer Medikamente gemacht.

Als Hahnemann diese Gesetzmäßigkeit beim Heilen gefunden hatte, nahm er seine medizinische Praxis wieder auf, jetzt natürlich unter homöopathischen Gesichtspunkten. Hahnemann brachte 1810 das Organon der Heilkunst heraus, das noch heute die Grundlage der klassischen Homöopathie darstellt.

”Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt ”!!

In der Behandlung unterscheidet sich die Homöopathie und die Schulmedizin grundliegend.
In der klassischen Homöopathie wird der Mensch ganzheitlich betrachtet. Es werden nicht nur die körperlichen Symptome zur Mittelfindung herangezogen, sondern auch Verhalten, Gefühle, Haltungen, Meinungen, Vorlieben und Abneigungen des Kindes, Träume, Ängste, Schwangerschaft und Geburt, Krankheitsvorgeschichten in der Familie und Eßund Schlafgewohnheiten.

Daher nimmt die Erstanamnese in der klassischen Homöopathie viel Zeit in Anspruch und kann beim Erwachsen durchaus 23 Stunden dauern, bei Kindern dementsprechend weniger.
Der Homöopath interessiert sich nicht für Krankheitsbezeichnungen, sondern dafür, was in dem Kind vorgeht, was das Kind von sich hält und wie das Kind seinem Umfeld begegnet. Es sind die ungewöhnlichen Symptome oder Eigenschaften, nicht die allgemein bekannten ADHSSymptome, die am hilfreichsten bei der Mittelwahl sind. Z.B. Kinder, die gerne Essig trinken, ihr Taschengeld für die Rettung der Regenwälder spenden oder Gewitter und Orkane lieben.

Kinder reagieren völlig unterschiedlich auf die gleiche streßauslösende Situation. Stellen wir uns vor, ein Kind wird von seiner Mutter durch die Wohnung gejagt und verprügelt.
Das eine Kind reagiert so, dass es ständig in Bewegung bleibt, nie zur Ruhe kommt, auch nachts nicht und sich in der Schule nicht konzentrieren kann.
Ein anderes Kind könnte sich in eine Phantasiewelt flüchten und Gedichte schreiben.
Ein drittes Kind könnte seine Schmerzen verbergen, in dem es den Clown in der Klasse spielt.
Auf diese unterschiedliche Reaktionen können wir in der Homöopathie ganz spezifisch eingehen. Jedes homöopathische Mittel und jeder Mensch hat einen bestimmten Zustand. Zustände von panischer Angst, Peinigung, geistiger Lähmung, seelischen Qualen.

Es gibt homöopathische Mittel für Kinder, die sich von wilden Tieren gejagt fühlen, für Kinder, die alle angreifen wollen, für Kinder, die Angst vor Bakterien auf Türklinken haben, für Kinder, die nur Pferde im Kopf haben.
Für jeden vorstellbaren Zustand gibt es ein passendes homöopathisches Mittel.
Kinder, die an ADHS leiden, sind aus ihrem harmonischen Gleichgewicht geraten. Mit Hilfe des passenden Mittels findet oft ein dramatischer Wandel statt, der die Lebensenergie des Menschen so positiv beeinflußt, dass er sich ausgeglichen und in Harmonie fühlt.

RATSCHLÄGE FÜR ELTERN :
Leben mit und Lernen von einem Kind mit ADHS


1. Lernen Sie die Einmaligkeit Ihres Kindes schätzen. Erkennen Sie die besonderen Begabungen Ihres Kindes. Denken Sie daran : Ihr Kind ist ein Unikat !!!

2. Ertappen Sie Ihr Kind bei einer guten Tat. Kinder mit ADHS meinen es meistens gut. Sie wollen nicht widerlich, unruhig und unerträglich sein. Sie wollen angenommen und geliebt werden und lernen, sich einzufühlen. Die meisten Kinder wissen schon, dass sie vieles falsch machen. Sie an jeden einzelnen Fehler zu erinnern führt dazu, dass sie sich noch schlechter fühlen. Loben Sie Ihr Kind, wenn sie es bei einer guten Tat ertappen. Das Selbstbewußtsein des Kindes hängt stark von den Rückmeldungen seiner Eltern ab.

3. Ein Schritt nach dem anderen und alles möglichst einfach halten. Kinder haben Schwierigkeiten, Anweisungen zu folgen, bes. wenn alles auf einmal erteilt wird. Halten Sie Anweisungen und Erwartungen einfach. Wenn Sie schrittweise mit Ihrem Kind vorgehen, steigern Sie seine Erfolgschancen.

4. Grenzen ziehen und konsequent sein. Ca 40% der ADHS Kinder neigen zum Trotzverhalten. Eine übertriebene strenge Erziehung macht die Kinder noch aufsässiger und rebellischer. Sie benötigen trotzdem klare, liebevolle Grenzen. Teilen Sie Ihrem Kind deutlich mit, was Sie erwarten und was die Konsequenz ist, wenn es die Erwartung nicht erfüllt.

5. Nichtstimulierende Aktivitäten wählen!! Mehrere Stunden am Computer oder vor dem TV sind für schon überladene Kinder nervlich extrem strapazierend. Wichtig sind Aktivitäten, die sein Nervensystem eher beruhigen: Spaziergang in der Natur, Schwimmen, Tennis, Schlittschuh laufen, Yoga, Tai.Chi sind lauten schnellen Sportarten zu bevorzugen. Viele ADHSKinder fühlen sich ungeschickt und unkoordiniert. Ein Erfolg beim Sport beruhigt das Nervensystem und baut das Selbstwertgefühl auf.

6. Ihr Glück, Ihre Gesundheit und Ihre Ehe nicht durch ADHS zerstören lassen. Eltern müssen ihre eigene Ruhe, Glück und Kreativität kultivieren, eigene Bedürfnisse nicht zurückstecken.

7. Nicht alle Kämpfe austragen.

8. Ihr eigenes ADHS behandeln lassen. Viele Kinder mit ADHS haben Eltern mit ADHS: starke Eigenschaften von Zerstreutheit, Eile, Vergeßlichkeit und fehlendes Durchführungsvermögen können darauf hindeuten.

9. Das Kind muß körperlich durch Aktivitätsprogramme bis zur physischen Erschöpfung gefordert werden, so dass sich zwangsläufig Schlaf einstellen kann. Aktivitäten müssen den Kindern Spaß machen.

10. Auf ausreichenden Schlaf achten. Wichtig sind hier gerade die erholsamen Schlafphasen in der ersten Nachthälfte.

11. Ernährungsumstellung auf Vollwertkost. Wichtig ist der Verzicht auf Industriekost, Fastfood, Süßwaren und die Reduktion von tierischem Eiweiß, am besten durch den völligen Verzicht auf Kuhmilch und Joghurt.

12. Körperliche Nähe, Umarmung, Massagen oder Akupressur unterstützen das Sichfühlen bzw. die Wahrnehmung der Konzentration.